Brunnentage

Brunnentage sind Besinnungstage der ganz besonderen Art. Sie sind geprägt von unserer narrativen theologischen Art der Seelsorge. Unser Herzensanliegen ist es immer, dass biblische Erzählungen nicht tote Buchstaben auf dem Blatt bleiben. An einem Brunnentag möchten wir Menschen in die Welt der biblischen Erzählung begleiten, damit diese Geschichten Gottes zu einer Quelle des Lebens, eben zu einem Brunnen, werden. Deshalb wollen wir uns an einem Brunnentag diesen Erzählungen des Glaubens so annähern, dass sie zu Orten der lebensmehrenden Begegnung zwischen unseren persönlichen Geschichten und den biblischen Geschichten werden.

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Wie komme ich von hier wieder nach Hause?

 

Brunnentage 2021

---- Während wir in ein neues Jahr gehen, das weiterhin von der Corona-Virus-Pandemie heimgesucht wird, sind wir immer noch erschrocken und ein wenig fassungslos darüber, wie leicht wir uns verirren konnten. Dieses hartnäckig resistente Virus hat uns so viele unserer unumstrittenen Gewissheiten genommen. Aber wenn es uns überrascht hat, wie leicht wir uns verirrt haben, so ist es umso beunruhigender, wie schwer es ist, den Weg zurück nach Hause zu finden. Einfach alles wieder in den vorherigen Zustand zu versetzen, könnte uns dorthin zurückbringen, wo wir einst waren, aber es wird uns nicht nach Hause bringen.

--- Mitten in der Krise ist jener Ton aufgekommen, von dem Rachel Naomi Remen so spricht: »Tief da drinnen klingt unsere Integrität – ob wir ihr zuhören oder nicht. Es ist ein Ton, den nur wir selbst  hören können. Wenn das Leben uns schließlich dazu bringt, auf diesen Ton zu hören, dann wird es uns den Weg nach Hause weisen.«

Er wirft Fragen auf, von denen wir uns nicht hätten vorstellen können, dass wir mit ihnen konfrontiertet werden: War unsere frühere Lebensweise jemals wirklich unsere Heimat? Wird die Wiederaufnahme des Konsums ausreichen, um unsere verunsicherten Seelen zu beruhigen?

--- Der heilige Augustinus schreibt: »Die Menschen gehen in die Ferne, um die Höhe der Berge zu bewundern, die gewaltigen Wellen des Meeres, die langen Flussläufe, den riesigen Kompass des Ozeans, die kreisförmigen Bewegungen der Sterne, aber sie gehen an sich selbst vorbei, ohne sich zu wundern.« Jetzt hat die Pandemie uns alle dazu gebracht, über uns selbst und unser Leben nachzudenken.

--- Vor einigen Jahren hatte ich ein langes Gespräch mit einer jungen Frau, die ein Theologiestudium begonnen hatte. Nach einem Semester hatte sie nicht das gefunden, wonach sie suchte. Als ich sie fragte, was sie überhaupt dazu bewogen hatte Theologie zu studieren, nahm unser Gespräch eine scharfe Wendung. Sie goss den Schmerz ihres Lebens aus, die Fehler, die sie gemacht hatte, den Schmerz, den sie praktisch jedem Menschen, der sie je geliebt hatte, zugefügt hatte, und die erdrückende Entfremdung, die sich daraus ergeben hatte. »Ich bin jeden falschen Weg gegangen, der sich mir angeboten hat. Ich kenne meine Fehler. Meine Frage ist: Wie komme ich von hier wieder nach Hause?«

--- Ich denke, dass sie nicht die einzige Person ist, die diese Frage stellt. Viele von uns stellen sich diese Frage in unterschiedlichem Maße und aus vielen verschiedenen Gründen: Wie kommen wir von hier wieder nach Hause?

---  Wir bieten allen unseren Freunden das an, was ich als Antwort auf die Frage der jungen Studentin gegeben habe: »Der Weg nach Hause ist lang, hart und kompliziert. Aber man muss ihn nicht alleine gehen. Wir werden den Weg gemeinsam finden!«

 

Mo 18.01.
Di 19.01.
Was ist denn mein Zuhause?
Mo 22.02.
Di 23.02.
Die Erfahrung des Exils
Mo 15.03.
Di 16.03.
Umkehr zur Versöhnung
Mo 26.04.
Di 27.04.
Wozu ich Hallo sagen muss in meinem Leben
Mo 10.05.
Di 11.05.
Schließe neue Freundschaften
Mo 21.06.
Di 22.06.
Der Wiederaufbau der Heimat

jeweils von 10.00-16.00 Uhr im Saal St. Marien, Vallendar | Leitung: Rosemarie Monnerjahn und Erik Riechers SAC

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Brunnentage in Dernbach 2021

Wie komme ich von hier wieder nach Hause?

Sa 16.01. Was ist denn mein Zuhause?
Sa 20.02. Die Erfahrung des Exils
Sa 13.03. Umkehr zur Versöhnung
Sa 17.04. Wozu ich Hallo sagen muss in meinem Leben
Sa 15.05. Schließe neue Freundschaften
Sa 19.06. Der Wiederaufbau der Heimat

jeweils von 10.00 – 16.00 Uhr im Kloster Maria Hilf, Katharina-Kasper-Str.10, 56428 Dernbach/ Leitung: Rosemarie Monnerjahn und Erik Riechers SAC

ANMELDUNGEN bis 1 Woche vorher erforderlich: telefonisch 0261 6408 200 , Email: info@siebenquell.de

 

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Brunnentage am Lebensquell 2021

Herausforderungen als Freunde, nicht als Feinde

 

Wenn wir den Weg Gottes einschlagen, dann sicherlich mit der Absicht, dass dieser Gott und sein Weg uns wandeln sollen. Aber wenn wir nicht vorsichtig sind, dann merken wir nicht, dass wir uns wünschen, dass die Situation ,in der wir stehen, die Menschen, mit denen wir zu tun haben, die Welt, in der wir leben ,sich wandeln sollen. Doch eigentlich sind wir es, die verwandelt werden sollen. Das ist allerdings eine anstrengende Erfahrung, denn alle Wandlungsprozesse Gottes stellen uns sieben Herausforderungen. Wir werden uns ihnen nicht stellen, bis wir sie als Freunde sehen, statt sie als Feinde zu betrachten. Denn Feinde bekämpfen wir, während wir Freunde mitnehmen auf der lebenslangen Reise.

 

Sa 20.03. Herausforderungen als Freunde, nicht als Feinde

jeweils von 10.00–16.00 Uhr im Kloster St. Dominikus, Datteln | Leitung: Erik Riechers SAC, Sylvia Ditt, Sr. Andrea OP und Sr. Josefa OP

Anmeldungen: Lebensquell Kloster St. Dominikus, Klosterstraße 7,  45711 Datteln-Meckinghoven
Telefon 02363 7286828, Email:  info@lebensquell-st-dominikus.de