»Gott liebt es nicht nur, unsere Geschichten zu hören, er liebt es,
seine eigene zu erzählen. Und, schlicht und einfach, wir sind die Geschichte, die Gott erzählt. Unsere Leben sind die Worte, die aus seinem Mund kommen.
Diese Einsicht hat die religiöse Phantasie immer angefeuert und sie weigert sich, rationalisiert oder abgetan zu werden. Die Überzeugung,
dass wir die Geschichte Gottes sind, setzt Urimpulse frei und aus einer Mischung aus Trotzigkeit, Dankbarkeit und Nachahmung erwidern wir das Kompliment. 
Wir erzählen die Geschichten Gottes.« – John Shea, Stories of God

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Mehr als Herbstgeflüster

Der Rhythmus der Natur beruhigt mein Herz

ohne dass ich stehen bleibe

ich wiege mich

in Raum und Zeit

und atme ein Stück von Ewigkeit:

 

 

In uns kreist das Leben, das uns Gott gegeben,

kreist als Stirb und Werde dieser Erde.

 

Ruhig leuchten Felder, dunkel stehn die Wälder:

Ohn sie kann’s kein Leben für uns geben.

 

Vögel in den Höhen, Fische in den Seen:

Ohn sie kann’s kein Leben für uns geben.

 

Gottes Kreaturen füllen Hügel, Fluren:

Ohn sie kann’s kein Leben für uns geben.

 

Schön im Stirb und Werde kreist die Mutter Erde,

trägt, was ihr gegeben: Gottes Leben. *

*Kurt Marti

 

Sylvia Ditt

Koblenz, 14. Oktober 2021