Fenster schließen
Link teilen
Fenster schließen
Wonach suchen Sie?

Vielfalt ist die Würze des Lebens.
Wie an einem reich gedeckten Tisch sollen unsere breit gefächerten Angebote möglichst vielen Menschen Nahrung und Stärkung für ihr Leben und ihren Glauben schenken.

Es ist uns ein Anliegen, Ihnen nicht
nur einen Vorgeschmack auf die Narrative Theologie zu geben, sondern Sie schon ein Stück in unsere Weise,
zu denken und zu arbeiten, hinein zu führen. Nehmen Sie sich Zeit!

Nächster Abschnitt

Brunnentage

Brunnentage sind Besinnungstage der ganz besonderen Art. Sie sind geprägt von unserer narrativen theologischen Art der Seelsorge. Unser Herzensanliegen ist es immer, dass biblische Erzählungen nicht tote Buchstaben auf dem Blatt bleiben. An einem Brunnentag möchten wir Menschen in die Welt der biblischen Erzählung begleiten, damit diese Geschichten Gottes zu einer Quelle des Lebens, eben zu einem Brunnen, werden.  Deshalb wollen wir uns an einem Brunnentag diesen Erzählungen des Glaubens so annähern, dass sie zu Orten der lebensmehrenden Begegnung zwischen unseren persönlichen Geschichten und den biblischen Geschichten werden. Denn wenn wir mit unseren persönlichen Geschichten in die Welt der biblischen Erzählung hineintreten, dann erwarten uns drei Überraschungen.

Erstens wird alles Authentische in uns bestätigt. Das überrascht uns meist, denn wir haben oft die Erfahrung gemacht, dass biblische Texte gebraucht werden, um uns zu sagen, wo es lang geht. Sie sollten uns warnen, drohen, verbessern und korrigieren, aber wir haben selten die Erwartung, dass sie uns bestätigen wollen.

Und doch ist es so, und zwar ist es das erste, was passiert wenn wir mit unseren persönlichen Geschichten in die Geschichte Gottes eintreten. Alles, was authentisch in uns ist, was wahr, gut und schön in uns ist, wird sich finden in der Erzählung Gottes. Wir sind oft beschämt über unsere Zweifel und Unsicherheiten, aber wir finden sie alle wieder in der biblischen Geschichte. Dann erst merken wir, dass Zweifel und Unsicherheiten nicht beschämend sind, sondern ein authentischer Teil eines Glaubenslebens. In den großen Erzählungen Gottes finden wir uns wieder, unsere Gefühle, unsere Ängste, unsere Fragen und unsere uralten Sehnsüchte. In den Geschichten Gottes erwarten uns jede Menge solcher überraschender Bestätigungen unserer persönlichen Geschichten.

Zweitens, wenn wir mit unserer persönlichen Geschichte in die Geschichte Gottes eintreten, dann werden neue Welten eröffnet. Unsere Horizonte werden erweitert und neue Perspektiven werden aufgezeigt. Unsere Geschichten und Lebenserfahrungen sind ernst zu nehmen und sollten immer gewürdigt werden. Gleichzeitig sind sie immer eingeschränkt und begrenzt. Oft fehlt uns die Weitsicht neuer Perspektiven, denn wir sind eingeengt in der Welt unserer Erfahrungen. Dann kann eine Geschichte Gottes uns in eine ungewohnte Weite führen. Neue Wege, neue Haltungen, neue Sichtweisen und Handlungsweisen werden uns aufgezeichnet, die ungewohnt, fremd und gewöhnungsbedürftig sind. Jedoch wirken sie befreiend und beflügelnd, denn sie eröffnen uns Möglichkeiten des Lebens, wo wir bisher keine erkannt haben. Dann machen wir die Erfahrung, die Shakespeare beschreibt, wenn Hamlet seinem Freund Horatio sagt: »Es gibt mehr Ding’ im Himmel und auf Erden, als Eure Schulweisheit sich träumt, Horatio«.

Drittens, wenn wir in der Erzählung Gottes stehen als die Menschen, die ihre eigene Geschichte mitgebracht haben, dann werden wir auch konfrontiert mit allem, was in uns nicht authentisch ist. Das ist im wahrsten und besten Sinne des Wortes eine Ent-täuschung. Die Täuschungen werden uns genommen. Wir entdecken dann eine große Lebensweisheit der Torah, nämlich, »wir sehen die Welt nicht, wie sie ist, sondern wie wir sind«! Weil das wahr ist, wollen die Geschichten Gottes uns helfen, genau zu sehen, wie wir sind und welche Auswirkung das hat auf die Art und Weise, wie wir auf die Welt schauen.

Genau aus diesen Gründen sind Brunnentage Besinnungstage der ganz besonderen Art. Durch die Kunst der Narrativen Theologie schließen sie  Quellen, auf damit wir Sorge tragen können für das, was uns auf der Seele liegt.

Nächster Abschnitt

»In Dürregebieten muss man neue Brunnen finden.«

Wie durch die Schönheit uns Rettung und Heil zuteil wird

Brunnentage 2017

Im Buch der Richter (1, 14-15) gibt es die Geschichte von Kaleb, seiner Tochter Achsah und ihrem Mann Othniel. Als das Volk Israel das Land in Besitz nahm, war es Kaleb möglich, seiner Tochter und seinem Schwiegersohn etwas Land zu schenken. Aber es war dürres Land und sie brauchten Wasserquellen.  Kaleb gab ihnen darum nicht nur die oberen, sondern auch die unteren Quellen. Brunnentage sind Besinnungstage, die geprägt sind von der Großzügigkeit Kalebs. Wir erschließen alle Quellen der Erzählungen Gottes, die Menschen brauchen, um die Dürregebiete ihres Lebens zu gestalten.  Und aus der Fülle dieser Erzählquellen schöpfen wir die Antworten auf die drei brennenden Fragen unserer Herzen: Wer bin ich? Warum bin ich hier? Wie sollte ich dann leben?

Nächster Abschnitt
Mo 16.01. schönheit und Staunen küssen sich:Gegen das fünfsternige Nichts der Verrohung
Mo 13.02. »Lasst die Schönheit, die wir lieben, das sein, was wir tun. Es gibt hunderte von Arten niederzuknien und die Erde zu küssen« (Rumi):
Schönheit und die Sorge um die Schöpfung
Mo 20.03. »Öffne mir die Augen für das Wunderbare an deiner Weisung« (Ps 119, 18):
Die Schönheit der Lebensunterweisung Gottes
Mo 10.04. »Und niemand schreckt mehr auf des Nachts im Schlaf und niemand fürchtet mehr den nächsten Morgen« (Oosterhuis): Die Schönheit von Schalom
Mo 12.06. »Gewiss können wir nicht ohne Brot leben, aber es ist ebenso unmöglich, ohne Schönheit zu leben« (Dostojewski): Die heilende Wirkung der Schönheit
Mo 11.09. »Ich glaube an die Sonne, auch wenn sie nicht scheint «: Die unerwarteten Orte der Schönheit
Mo 16.10. Die Schönheit der Heiligkeit und die Heiligkeit der Schönheit
Mo 13.11. Von der Schale bis zum Kern: das wahrhaft Schöne entdecken

jeweils von 10.00–16.00 Uhr im Saal St. Marien, Vallendar | Leitung: Rosemarie Monnerjahn und Erik Riechers SAC

Nächster Abschnitt

„Ich sagte zum Mandelbaum, erzähl mir von Gott. Und der Mandelbaum öffnete seine Blüten.“

Wie John Shea die biblische Erzählung zum Blühen bringt

Brunnentage am Samstag 2017

 

Sa 06.05. Ich verlange nur, was meins ist: John Shea erzählt von Besitz und Brüdern, Söhnen und Versöhnung
  10.00–16.00 Uhr im Saal St. Marien, Vallendar | Leitung: Rosemarie Monnerjahn und Erik Riechers SAC
Sa 09.12. Der Mensch, der eine brennende Lampe war (John Shea, Staunen und Licht)
  10.00 – 16.00 Uhr im Saal St. Marien, Vallendar / Leitung: Rosemarie Monnerjahn und Erik Riechers SAC
Nächster Abschnitt

Brunnentage am Lebensquell

 

Mo 25.03. Herr, gib mir dieses Wasser: Wie fünf Fragen an einem Brunnen zum Lebensquell für uns werden können
Mo 21.10. »Schema Israel«: eine biblische Spiritualität des Zuhörens

jeweils von 10.00–16.00 Uhr im Kloster St. Dominikus, Datteln | Leitung: Rosemarie Monnerjahn, Erik Riechers SAC. Sr. Andrea OP und Sr. Josefa OP

Anmeldungen: Lebensquell Kloster St. Dominikus, Klosterstraße 7,  45711 Datteln-Meckinghoven
Telefon 02363 7286828, Email:  info@lebensquell-st-dominikus.de

Nächster Abschnitt

Der Gast sei willkommen

Als Menschen sich ihre Vergangenheit mit Geschichten erzählten,

ihre Gegenwart durch Geschichten erklärten,

und die Zukunft mit Geschichten voraussagten,

wurde der beste Platz am Feuer freigehalten

für den Geschichtenerzähler.

 

Als William Butler Yeats tatkräftig daran arbeitete, die keltische Kultur und Erzählung in seiner Heimat wieder zu beleben, mahnte er, »wenn die Vorstellungskraft verarmt ist, wird eine wesentliche Stimme – manche würden sagen die einzige Stimme – für die Erwachung einer weisen Hoffnung und eines haltbaren Glaubens und eine verständnisvolle, fürsorgliche Liebe« gebrochen oder fällt ins Schweigen. Diese Einsicht geht mir immer sehr nahe, denn wenn eine Erzählstimme Hoffnung, Glaube und Liebe wecken kann, dann ist das Erzählen zugleich ein Werk  der Barmherzigkeit. In der Tat, eine Welt ohne Erzähler ist eine erbarmungslose Welt, weil eine wesentliche Stimme zu Tode geschwiegen wird.

 

Die Erzähler sind barmherzig, wenn sie uns Geschichten erzählen, die das wieder erwecken und beleben, was im spröden Alltagstrott untergeht. Fragen wir uns einfach, wo noch über Wesentliches gesprochen wird. Als der kanadische Schriftsteller Yann Martel die Weltreligionen recherchierte für seinen Roman »Leben mit Tiger«, fühlte er sich täglich zur Messe in einer kleinen Kirche in der Innenstadt gezogen. Als er danach befragt wurde, sagte er: »Wo kannst du sonst noch hingehen und Erzählungen hören zu den wichtigsten Fragen des Lebens? Tod, Leben, Schicksal, Versöhnung, Liebe, Heilung, Zukunft und noch so viel mehr; darüber erzählen sie jeden Tag eine Geschichte.«

 

Die Warnung von William Butler Yeats ist die Plage unserer Zeit geworden. Wo sind die Stimmen, die eine weise Hoffnung wecken inmitten so viele Hassprediger und Manipulierer? Wo sind die Stimmen, die einen haltbaren Glauben erwecken inmitten so vieler schnöder Händler, die Oberflächliches und Bedeutungsloses verkaufen, um die allgemeine Betäubung aufrecht zu erhalten? Wo sind die Stimmen, die eine verständnisvolle, fürsorgliche Liebe in uns wach rufen, inmitten so vieler herzloser Pragmatiker und ihrem Gelaber der Gleichgültigkeit?

 

Diese Stimmen gibt es: in den Erzählern. Es gibt sie immer noch, diese Menschen, die barmherzig sind und uns eine Geschichte erzählen. William Butler Yeats ermutigt sie über seine Generation hinaus. »Lasst uns aufbrechen als Erzähler der Geschichten und jede Beute ergreifen, nach der das Herz sich sehnt und keine Angst haben.«

 

»Be merciful and tell us a story.« (Sei barmherzig und erzähle uns eine Geschichte). Wenn Sie wieder Bekanntschaft machen wollen mit unseren uralten Sehnsüchten, dann sind diese Abende ein Zufluchtsort, wie die Zelte der Nomaden in der Wüste. Hier erhalten Sie einen Überraschungs-imbiss für den Hunger und etwas für den Durst, während wir uns um gute Geschichten sammeln. Es wird ihrem Herzen gut tun, denn zu jedem, der den Raum unserer Erzählgemeinschaft betritt, sagen wir: Der Gast sei willkommen.  

Nächster Abschnitt

Der Gast sei willkommen 2017

Ein Grund, warum Religion in der modernen Welt überlebt hat trotz vier Jahrhunderte der Säkularisation, liegt darin, dass sie drei Fragen beantwortet, die sich jeder besinnliche Mensch irgendwann im Laufe seines Lebens stellt: Wer bin ich? Warum bin ich hier? Wie soll ich dann leben?

Diese Fragen können von den vier großen Institutionen des modernen Lebens nicht beantwortet werden: die Wissenschaft, die Technologie, die Marktwirtschaft und der liberal-demokratische Staat. Die Wissenschaft erklärt uns wie, aber nicht warum. Die Technologie gibt uns Macht, kann uns aber nicht sagen, wie wir diese Macht einsetzen sollten. Der Markt gibt uns Optionen, sagt uns aber nicht, welche wir wählen sollten. Der liberal-demokratischer Staat hält sich schon aus Prinzip zurück, irgendeine bestimmte Lebensweise gutzuheißen. Das Ergebnis ist, dass die zeitgenössische Kultur uns eine Reihe von Möglichkeiten anbietet, uns aber nicht sagt, wer wir sind, warum wir hier sind und wie wir leben sollten.

Dafür brauchen wir eine Geschichte. Denn wie Sue Monk Kidd es treffend sagt: “Geschichten müssen erzählt werden, sonst sterben sie, und wenn sie sterben, können wir uns nicht mehr erinnern, wer wir sind oder warum wir hier sind”.

»Der Gast sei willkommen« bietet Erzählabende, weil Menschen Geschichten brauchen gegen Orientierungslosigkeit, Sprachlosigkeit und Vergesslichkeit. Dafür brauchen wir eine Geschichte. Dafür haben wir eine Geschichte.

Nebenbei gibt es Tee, Kaffee und einen Überraschungsimbiss. So wird etwas für den Hunger, für  den Durst und für die Sehnsucht angeboten.

Fr 27.01. Gott schuf das Volumen, der Teufel die Oberfläche:
»Gehen, ging, gegangen« von Jenny Erpenbeck
Fr 03.03. Wir sehen die Welt nicht wie sie ist, sondern wie wir sind: »Ein Frühling in Jerusalem« von Wolfgang Büscher
Fr 17.03. »Failte« - Willkommen
Ein Abend mit irischen Weisen und Erzählungen zu Ehren des hl. Patrick
Fr 27.10. Zum Hüter des Vaters werden: (Die zweifache Behütung) »Die sieben guten Jahre: Mein Leben als Vater und Sohn« von Etgar Keret
Fr 24.11. Eine Liebe, die Welten öffnet: »Alles Licht, das wir nicht sehen« von Anthony Doerr

jeweils von 19.30–21.00 Uhr im Saal St. Marien, Vallendar | Leitung: Rosemarie Monnerjahn und Erik Riechers SAC

Nächster Abschnitt
Nächster Abschnitt

Shea Kurse

Diese Vortragsabende ermöglichen  einen Zugang zur Gedankenwelt und zur Theologie von John Shea. Eine Begegnung mit seiner Narrativen Theologie ist immer auch zugleich eine Begegnung mit seiner Spiritualität. Denn John Shea hat seine Theologie nie von den persönlichen Erfahrungen der Menschen und ihren Geschichten getrennt. Ganz im Gegenteil: dort hat er die Wurzeln seiner Theologie entdeckt. Auf der Suche nach Gott hat er mit einmaliger Klarheit verstanden, dass hinter jeder Geschichte eine Sehnsucht steckt.

»Das spirituelle Leben ist grundsätzlich eine Sache des Sehens. Es ist das ganze Leben, gesehen von einer bestimmten Perspektive. Es ist erwachen, schlafen, träumen, essen, trinken, arbeiten, lieben, entspannen, erholen, gehen, sitzen, stehen und atmen… Geist durchdringt alles; und so ist das geistliche Leben einfach Leben, wo immer und was auch immer, gesehen aus dem Blickwinkel des Geistes.«    John Shea

Nächster Abschnitt

Von Segen und Fluch, Narben und Küssen: Wenn Glauben und Leben einander erzählen dürfen

Shea Kurse 2017

Du nimmst ein Stück Teig, dann nimmst du ein Stück Sauerteig und dann schiebst du das Stück Sauerteig in den Teig hinein und wickelst es ein. Wer sieht den Sauerteig? Niemand sieht den Sauerteig. Woher weißt du, dass der Sauerteig da ist? Weil der Teig aufsteigt. Du wirst Gott in deinem Leben nicht sehen. Woher weißt du, dass Gott da ist? Weil du aufsteigen wirst. Jesus sagte: »Wer hat denn je den Sommer gesehen? Niemand hat den Sommer jemals gesehen. Wie wissen wir, dass es Sommer ist? Die Bäume blühen.« Wie wirst du wissen, dass Gott in deinem Leben ist? Du wirst blühen. Für Jesus war Gott in den Menschen, die auf dem Weg sind, auf der Reise dahin, mehr zu werden als das, was sie bisher waren, auf einer Reise der Verwandlung – sich von Situationen weg zu bewegen, die zerstörerisch und ungerecht waren, hin zu Situationen, die schöpferisch, liebend und erlösend sind. Wo ist Gott? Gott ist zuhause in der Welt und inmitten der Angelegenheiten unseres Lebens.

aus einer Vorlesung von John Shea

Di 17.01. Wo der Glaube lebt: Erzählungen über Gott und den Menschen
Di 14.02. Der Meister des Schocks: Erfahrungen des geheimnisvollen Gottes
Di 21.03. Wir werden nicht vom Forschen ablassen, bis am Ende aller Entdeckungen wir wieder zu unserem Ausgangspunkt zurückkehren und diesen zum ersten Mal richtig kennen. - T. S. Eliot Erfahrungen der Umkehr
Di 11.04. Vergesse ich Jerusalem, dein, meine Zunge hafte am Gaumen: Geschichten über das, was wir nicht vergessen können
Di 13.06. Wenn die Tradition atmet und nicht erstickt
Di 12.09. An jedem Feuer und Ufer, am Marktplatz und auf dem Berg: Wo Jesus die Geschichten Gottes erzählt
Di 17.10. Weil es wichtig war, erzähle ich es ganz anders: Wenn die Kultur die Geschichten Gottes erzählt
Di 14.11. Wenn Glaube keine Macht hat, sondern Einfluss: Liebe und Macht

jeweils von 19.30 – 21.00 Uhr im Saal St. Marien, Vallendar | Leitung: Erik Riechers SAC

Nächster Abschnitt

Narrative biblische
Exerzitien 2017

Die Angebote der narrativen biblischen Exerzitien von Siebenquell arbeiten mit den großen biblischen Erzählungen. Sie lenken unsere Achtsamkeit auf diese fließenden Beziehungen zwischen der Menschheit und dem Geheimnis. Sie sagen etwas über uns und über Gott aus. Die Erzählungen Gottes und des Glaubens sind fesselnd, provokativ und aufwühlend. Sie wecken Leben, wo wir oft kein Leben mehr ahnen.

Unsere narrativen biblischen Exerzitien bieten Menschen den gebührenden Raum und die Zeit für die großen Themen ihres Lebens, für Impulse, Besinnung, Gebet, Stille, Gespräch,  Ruhe und Erneuerung.

Nächster Abschnitt
   
   
   
Nächster Abschnitt
Nächster Abschnitt
Mo 26.06. –
Sa 30.06.
»Wenn wir doch wären, was wir sind . . .«
  In diesen narrativen Exerzitien wollen wir Menschen helfen, aus dem Schatten herauszutreten, der ihr Leben verdunkelt. Mithilfe der biblischen Erzählungen eröffnen wir eine neue Welt, in der unsere Stummheit durchbrochen wird und unsere kleine, leise Stimme anfängt, die Geschichte zu erzählen, die mit den Worten beginnt: »Dies bin ich und kein anderer«.
  Kloster Arenberg, Cherubine-Williman- Weg 1, 56077 Koblenz
Leitung: Rosemarie Monnerjahn, Erik Riechers SAC / Anmeldung unter Telefon 0261 6401 0
Nächster Abschnitt

Herdfeuer

Narrativ-keltische Kurswochen

 

(Das Herdfeuer) ist eine machtvolle Metapher für die spirituelle Suche, denn die Herdstelle ist, wo das Herz zu Hause ist. Dies ist die Sehnsucht in jeglicher Spiritualität: aus dem Winter der Entfremdung, Selbst- Ferne und Verbannung ins Innere und an die Herdstelle der Wärme und des Einsseins zu gelangen.

John O'Donohue, Die Vier Elemente

Wer kann sich in diesen Worten nicht wiederfinden? Wer kennt das Verlangen nicht, das in diesen Sätzen und in der Metapher des Herdfeuers steckt?

  • In diesen narrativ-keltischen Kurswochen will Siebenquell es aber nicht bei der Sehnsucht belassen. In einer Welt, die uns die Schöpfung näher bringt, ganz im Sinne der keltischen Erzähler, bieten wir Menschen die Möglichkeit, den dreifachen Segen des Herdfeuers zu entdecken und zu genießen.

 

Setz dich, wärm dich, bleib bei uns, nimm teil: Der erste Segen des Herdfeuers

»Auf dem Land war die Herdstelle der Mittelpunkt des Hauses. Vor der Ankunft des Fernsehens oder des Radios war sie der Ort, um den sich die Familie scharte... Die Herdstelle ist aber auch der Ort der Wärme, der Zugehörigkeit und der Intimität. «           

 

  • Auf dem Ritten oberhalb von Bozen in über 1000 m Höhe werden wir eine Woche verbringen, das Gemeinschaftsleben miteinander tragen und gestalten. Wir teilen miteinander Brot, Erfahrungen und Geschichten.

 

Ein Ort, an dem große Unterhaltungen Raum und Zeit bekommen: Der zweite Segen des Herdfeuers

»Die Herdstelle war auch der Ort, an dem wunderbare Gespräche stattfanden. Heutzutage scheint der Austausch von Wissen und Weisheit auf die Datenautobahn reduziert worden zu sein. Wir vergessen, dass Kultur bis vor kurzem durch das geschriebene Wort und die mündliche Überlieferung weitergegeben wurde. Auf dem Land war die Herdstelle der Ort, an dem die Kultur, das Empfinden und die Intuition des ländlichen Lebens mitgeteilt wurde. Dies geschah nie auf analytische oder diskursive Weise, sondern stets in Form von Erzählungen. Am Herdfeuer wurden die Geschichten unserer Kultur erzählt.«   

 

  • In dieser Woche nehmen wir uns bewusst Zeit zum Gespräch über die wichtigen und wesentlichen Themen des Lebens. Jeden Morgen arbeiten wir intensiv im Haus. Jeden Nachmittag gehen wir in die Seelenlandschaften der Umgebung und lauschen dem Herzschlag Gottes in der Schöpfung, um alle Geschichten wahrzunehmen, die Gott uns erzählen möchte. Abends versammeln wir uns um das Herdfeuer, um große keltische Geschichten zu hören und sie durch irische Lieder ins Herz weben lassen.

 

Ein Ort, an dem unser Geist gehegt und gepflegt wird: Der dritte Segen des Herdfeuers.

»So wie jeder Mensch einen anderen Geist hat, besitzt auch jedes bewohnte Haus einen einzigartigen Geist. Die Herdstelle war der Ort, an dem dieser Geist gesammelt, verfeinert und bewahrt wurde. Möglicherweise war das auch der Ort, an dem die römischen Hausgötter, die Laren und die Penaten, ihren Ursprung hatten. Die keltische Tradition besitzt ein feines Gespür für die Heiligkeit der Herdstelle. Ja, es gab spezielle Gebete  für das Zudecken des Feuers.«

 

Diese Kurswoche wird uns helfen, Freundschaft zu schließen mit der keltischen Lebenshaltung. Sie bietet uns die Möglichkeit, wie die Kelten die Welt zu betrachten, nämlich durch ein langes, liebevolles Anschauen der Realität (Landschaft und Wort), damit wir leben können, was Huub Oosterhuis mit dichterischer Wärme so erzählt:

»Mach neu das Herz, erhelle den Verstand, dass wir einander halten und beleben, mach uns zu deiner Gemeinde.«

 

Termin: 2018

Ort: Haus der Familie, Lichtenstern bei Oberbozen in Südtirol

nach oben
Nächster Abschnitt

Alle seine Werke

Rhythmus für den Körper und Heimat für die Seele

Narrativ-biblische Kurswochen

 

Lobt den Herrn, all seine Werke, an jedem Ort seines Waltens!  (Ps 103, 22)

 

Wir Menschen leben nicht nur vom Brot alleine, sondern von allen Werken Gottes, von seinem Wort an unsere Seele und seiner Schöpfung für unseren Körper. Als der Geber aller guten Gaben ist Gott die Quelle, aus der alles fließt, was unser Leben erhält, nährt und stärkt. Wenn wir die Fülle des Lebens in Anspruch nehmen wollen, dann müssen wir lernen, aus allen seinen Werken zu schöpfen: aus der bezaubernden Schönheit der Erde und der himmlischen Schönheit der Innerlichkeit, aus biblischen Erzählungen und Geschichten, aus persönlicher Erfahrung, aus Gemeinschaft und Alleinsein, aus Brot und Wort, aus Arbeit und Sabbat.

 

In diesen Kurswochen wollen wir uns Raum und Zeit nehmen, um intensive Bibelarbeit zu machen mit Hilfe der Narrativen Theologie. Wir wollen einen Umgang mit den biblischen Erzählungen einüben, der uns gut tut. Gleichzeitig wollen wir Zeit und Raum lassen für Landschaften und Natur, die für die Seele heilsam sind  sowie für Aktivitäten, die dem Körper gut tun. 

 

Nächster Abschnitt

Narrativ-biblische Kurswoche 2017

14.-18. Mai 2017 in Benediktbeuern

Nähere Informationen

erhalten Sie im Laufe des Jahres!

Nächster Abschnitt